Wenn die Angst den Alltag bestimmt
Plötzlich rast das Herz, die Atmung wird schneller und ein Gefühl überwältigender Angst breitet sich aus. Oder die Sorgen sind ständig präsent, die Gedanken kreisen und selbst alltägliche Situationen werden zur Belastung.
Angststörungen und Panikattacken können das Leben erheblich einschränken. Viele Betroffene vermeiden bestimmte Orte oder Situationen oder leben in ständiger Anspannung und Sorge vor der nächsten Panikattacke.
Wieder mehr innere Ruhe spüren, Sicherheit gewinnen und das eigene Leben selbstbestimmt gestalten – das wünschen sich viele Betroffene.
Die moderne Neuromedizin erforscht zusätzliche Wege, um Menschen mit anhaltenden Angstbeschwerden zu unterstützen. Einer dieser Ansätze ist die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS).
Sie möchten sich nicht länger von Ihren Ängsten einschränken lassen?
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Wenn bisherige Therapien nicht ausreichen
Psychotherapie, insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie, und bestimmte Medikamente sind bewährte Behandlungsmöglichkeiten bei Angst- und Panikstörungen.
Doch nicht immer lassen sich die Beschwerden damit ausreichend lindern. Manche Patienten erleben weiterhin starke Ängste oder vertragen Medikamente nicht gut.
Die rTMS wird als ergänzendes, nicht-invasives Verfahren untersucht. Sie bietet einen interessanten Ansatz, um Hirnnetzwerke zu beeinflussen, die an der Verarbeitung von Angst und Emotionen beteiligt sind.
Wie Magnetstimulation die Angstverarbeitung beeinflussen könnte
Angst entsteht durch das Zusammenspiel verschiedener Hirnregionen. Dazu gehören unter anderem die Amygdala, die an der Verarbeitung von Bedrohungen beteiligt ist, und präfrontale Hirnregionen, die bei der Regulation emotionaler Reaktionen eine wichtige Rolle spielen.
Die rTMS nutzt gezielte Magnetimpulse, um die Aktivität bestimmter neuronaler Netzwerke zu verändern.
Wissenschaftler untersuchen, ob sich dadurch übermäßige Angstreaktionen abschwächen und die emotionale Regulation verbessern lassen.
Erste klinische Studien liefern Hinweise auf mögliche positive Effekte, insbesondere bei generalisierten Angststörungen. Bei Panikstörungen ist die wissenschaftliche Datenlage bislang weniger eindeutig.
Weniger Angst. Mehr Freiheit im Alltag.
Für Menschen mit Angst- und Panikstörungen zählt vor allem, wieder mehr Kontrolle über ihren Alltag zu gewinnen.
Mögliche Behandlungsziele sind:
- Weniger belastende Sorgen: Gedanken sollen nicht mehr ständig um mögliche Gefahren kreisen.
- Mehr innere Ruhe: Anspannung und dauerhafte Alarmbereitschaft sollen abnehmen.
- Weniger Angst vor Panikattacken: Die Sorge vor der nächsten Attacke soll weniger Raum einnehmen.
- Mehr Selbstbestimmung: Wieder Situationen erleben können, die bisher aus Angst vermieden wurden.
Ob und in welchem Umfang die rTMS zur Erreichung dieser Ziele beitragen kann, wird weiterhin wissenschaftlich untersucht.
Was zeigen die wissenschaftlichen Studien?
Klinische Studien und wissenschaftliche Übersichtsarbeiten untersuchen die rTMS als zusätzliche Behandlungsmöglichkeit bei Angsterkrankungen.
Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass bestimmte Stimulationsverfahren die Schwere von Angstsymptomen reduzieren könnten. Dabei spielen die Wahl der Hirnregion, das Stimulationsprotokoll und das jeweilige Krankheitsbild eine wichtige Rolle.
Ihr Weg zu mehr innerer Ruhe
Jeder Mensch erlebt Angst anders. Deshalb braucht es eine Behandlung, die sich an den individuellen Beschwerden und bisherigen Erfahrungen orientiert.
In unserer Praxis für Neurostimulation in Bensheim verbinden wir neurologische Fachkompetenz mit modernen Verfahren der Hirnstimulation.
Wir nehmen uns Zeit für Ihre persönliche Situation, besprechen Ihre bisherigen Therapien und prüfen, ob die rTMS für Sie eine geeignete ergänzende Behandlungsmöglichkeit darstellen könnte.
Forschungsergebnisse und klinische Studien
Eine Übersicht aller relevanten klinischen Studien zur Wirksamkeit einer rTMS bei Angst und Panikstörungen finden Sie hier:
2020 – Low-frequency parietal repetitive transcranial magnetic stimulation reduces fear and anxiety
2018 – Low-frequency parietal repetitive transcranial magnetic stimulation reduces fear and anxiety
2013 – Treating anxious depression using repetitive transcranial magnetic stimulation
2008 – A preliminary study of fMRI-guided rTMS in the treatment of generalized anxiety disorder


